Eckpunkte zur Arbeitsteilung  Düsseldorf, den 21. März 2007

Eckpunkte zur Arbeitsteilung in der „Neuen Lehrerfortbildung in NRW"

Ergebnisse des Dialogs mit Bezirksregierungen, Schulämtern und der Medienberatung NRW

1. Arbeitsfelder der Bezirksregierungen

  Schulleitungsfortbildung

  Qualifizierung in Bedarfsfächern: Zertifikatskurse

  Falls fachlich notwendig oder wirtschaftlich geboten:

  Fachfortbildungen für Berufskollegs
 
Veranstaltungen im Bereich der Förderschulen
 
Fortbildungen und Informationen zu zentralen  Prüfungen

  Sport (aber: Berater im Schulsport sollen Kompetenzteams zugeordnet werden)

  Ansprechpartnerinnen für Gleichstellungsfragen

  Fortbildung für Mitarbeiter/innen der Schulaufsicht, z.B. Qualitätsprüfer

 Sicherheit im Unterricht

 Internationale Projekte, EU-Programme

  ADV in der Schulverwaltung (Beratung und Fortbildung)

 Datenschutz

  Dienst- und Fachaufsicht über die Leitung der Kompetenzteams

 Fortbildungsangebote für die Mitarbeiter/innen in den Kompetenzteams (Arbeitsteilung der 5 Bezirksregierungen und der Medienberatung NRW)

2. Arbeitsfelder der Kompetenzteams

  Hauptarbeitsfeld:

Unterrichtsentwicklung (auch im Anschluss an Qualitätsanalyse; vor allem in: Deutsch, Mathematik, Englisch, 2. Fremdsprache, Biologie, Chemie, Physik; 2. Fächer der Moderatoren werden auch berücksichtigt) und
individuelle Förderung

  Die 4 Kernaufgaben der Kompetenzteams:

  Beratung bei der Fortbildungsplanung

  Fortbildungen in den Kernfächern

  Medienberatung

 Kooperationen mit kommunalen und anderen Partnern im Bereich der FB

Organisation des Kompetenzteams, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

  Weitere Arbeitsfelder vor Ort (auch mit Partnern und durch andere Anbieter):

  Ganztag

  Übergang Schule-Beruf

  Kulturelle Bildung

  Bildung für nachhaltige Entwicklung

  Gender Mainstreaming, Reflexive Koedukation

  Beratungstätigkeiten von Lehrkräften

  Schule und Jugendhilfe

  Sprachstand 4

  Prognoseunterricht

  Arbeitsteilung mit Bildungspartnern in kommunaler und freier Trägerschaft (freie und öffentliche Träger aus Jugendhilfe, Kultur und Sport, Wirtschaft und Handwerk, Bibliotheken, Museen, Kinos, Gedenkstätten, Volkshochschulen, Lernstudios, Medienzentren und weitere andere Lernorte) sowie mit regionalen Bildungsbüros

 Feststellung des Qualifizierungsbedarfs im Kopmpetenzteam

 Pflege des örtlichen Kompetenzteam-Portals

  Gewinnung und Auswahl der Moderatoren

  Aufgabenverteilung in der Moderation

 Personalführung des Moderatorenpools

  Evaluation, Rechenschaftslegung, Datenerfassung und Datenpflege über FobiSys

 Kooperation und Kommunikation mit der oberen Schulaufsicht und dem MSW

3. Aufbau der Kompetenzteams

  Leitung der Kompetenzteams: Schulrat/-rätin

  Koordination / FB-Beratung: bis zu einer Moderatorenstelle (alle Schulformen)

 Langfristiges Ziel: hauptamtliche Leitung

  Moderatorinnen und Moderatoren aus allen Schulformen

 Schulamtsübergreifenden Einsatz von Moderatorinnen und Moderatoren erproben; Moderatorinnen und Moderatoren können in mehreren KT-Portalen erscheinen

 Organisatorische Verbünde erproben (z.B. in der Leitung)

  Keine Bestandsgarantie für bestehende Beauftragungen. Lediglich die Medienberater gem. Nr. 6 des Runderlasses vom 8.3.2001 sollen mittelfristig als "gesetztes Mitglied" ins Kompetenzteam eingebunden werden (wg. Beteiligung des Trägers des Medienzentrums).

 Moderatoren der BR, die in Fortbildungsbereichen tätig sind, die den Kompetenzteams übertragen werden, sollen mittelfristig entpflichtet werden.

  Die Schulämter übernehmen das erarbeitete Aufgabenprofil für die Arbeit in den Kompetenzteams (s. 4.) und weisen auf die Möglichkeit zur zeitlich befristeten Übernahme dieser Nebentätigkeit im Hauptamt hin. Die Bezirksregierungen beraten die Schulämter.

 In der Regel sollen Moderatoren 3-7 Anrechnungsstunden pro Woche erhalten, ein freier Tag für die Fortbildungsarbeit ist erwünscht.

  350 Ausgleichstellen für die Kompetenzteams ab 1.8.2007, 400 ab 1.8.2008

 je nach Größe des Schulamtsbereichs ca. 15 -  40 Personen pro KT

  Verteilung der Ausgleichstellen nach Lehrerstellenzahl, Sockel (s. Anlage)

 Schulämter melden halbjährlich Schulformbedarf über Bezirksregierungen dem MSW

 Haushaltsmittel werden durch die Bezirksregierung bereitgestellt.

 Reisekosten werden in der Regel aus den Budgets der Schule erstattet.

4. Zentrale Dienstleistungen für Kompetenzteams (Koordination MSW)

  Das MSW legt die für die Mitarbeit im Kompetenzteam notwendigen Kernkompetenzen fest

 Entwicklung von Auswahlinstrumenten, z.B. Interviewleitfaden

 Entwicklung von Fortbildungsinhalten und -bausteinen

  Entwicklung von Konzepten der Qualifizierung von Moderatorinnen und Moderatoren

  Information und Kommunikation

  Entwicklung der Kompetenzteam-Portale durch die Medienberatung NRW

  Qualitätsmanagement

  Die Medienberatung NRW bearbeitet alle zentralen Aufgaben der Medienbildung.

5. Änderungs-/Regelungsbedarf/Umsetzung

  Änderung der ZustVOSchA

  Erlassregelungen des MSW:

Durchführung der Mitbestimmungsverfahren zur Leitungsfortbildung,

Anpassungen BASS 16-13 Nr. 4, BASS 20-22 Nr. 8

 Gespräche des MSW mit den Kommunalen Spitzenverbänden

  Aufbau der KT ab 1.2.2007, weitgehender Abschluss bis zum 1.8.2007

  Ausschreibung der Tätigkeit im Kompetenzteam ab 2008