Brauchen unsere Schüler mehr Disziplin?
Bremens
Bildungssenator Willy Lemke fordert mehr Disziplin von den Schülern.
Bremens Bildungssenator Willi Lemke sorgt sich um die Disziplin deutscher
Schüler und fordert mehr Regeln und Grenzen. Sie müssen sich wieder
höflicher und respektvoller verhalten, meint der SPD-Politiker.
"Unsere
Schüler brauchen Regeln und Grenzen. Sie müssen sich wieder höflicher,
respektvoller verhalten", sagte der SPD-Politiker der "Bild"-Zeitung.
Reizwäsche
im Klassenzimmer
Der Bildungssenator plädierte zugleich für eine strengere Kleiderordnung
an den Schulen: "Es gibt Sexbomben an unseren Schulen. Da möchte
ich nicht Junglehrer sein." Reizwäsche passe vielleicht in die Discothek
oder in die Badeanstalt. "Aber im Klassenzimmer sollen sich die Mädchen
ordentlich anziehen".
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Kein Respekt
vor dem Alter
Die Schüler bräuchten Regeln und Grenzen, forderte Lemke. "Sie
müssen sich wieder höflicher, respektvoller verhalten - gegenüber
Gleichaltrigen und älteren Menschen. Welcher Schüler steht heute
noch auf, wenn Ältere oder Schwangere in die Straßenbahn kommen?
Welche Klasse steht noch auf, um den Lehrer zu begrüßen. Welcher
Schüler grüßt seinen Lehrer auf dem Schulhof?"
Viele Schüler wüssten auch nicht mehr zu schätzen, welche Anstrengungen Eltern und Lehrer unternähmen, um ihnen Wissen, Erziehung und gutes Benehmen beizubringen. Lemke appellierte an die Schüler: "Seht Euch an, was Eure Eltern und Großeltern aus diesem Land gemacht haben. Darauf könnt Ihr stolz sein."
Bußgeld
für Schulschwänzer
In Bremen will Lemke künftig mit Bußgeldern für Eltern gegen
das Schuleschwänzen vor Ferienbeginn vorgehen. Zu viele Schüler
verabschiedeten sich schon Tage vor Ende des Schuljahres, um früher in
die Ferien zu fahren. "Dagegen müssen wir viel konsequenter vorgehen,
teils auch mit Geldstrafen", sagte Lemke.
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